Der jüngere Sohn des verstorbenen Eigners der Unglücksfähre Sewol Yoo Byung-eun ist in den USA festgenommen worden.
Das schrieb die US-Zeitung „New York Times“ am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf eine Mitteilung des US-Justizministeriums.
Bundessheriffs hätten am Mittwoch Yoo Hyuk-kee in seiner Wohnung in Westerchester County im Bundesstaat New York festgenommen. Laut dem US-Justizministerium sei die Festnahme als Antwort auf ein Auslieferungsersuchen der südkoreanischen Regierung erfolgt, hieß es.
Yoo wird vorgeworfen, daran beteiligt gewesen zu sein, dass seine Familie 169 Millionen Dollar von der von ihr betriebenen Kirche und der Reederei Chonghaejin unterschlagen hatte.
Die Fähre Sewol im Besitz von Chonghaejin Marine versank am 16. April 2014 vor der Westküste Südkoreas, über 300 Menschen kamen dabei ums Leben.
Im Zuge der Untersuchungen zur Unglücksursache stellte sich heraus, dass Gelder, die in Sicherheitsvorrichtungen und Wartungsarbeiten der Fähre hätten investiert werden sollen, an die Yoo-Familie umgeleitet wurden.