Südkoreas Außenministerium hat gegen die von Iran angedrohte Klage protestiert.
Iran hatte angekündigt, Südkorea wegen des Einfrierens von Vermögen vor dem Internationalen Gerichtshof zu verklagen.
Ko Kyung-sok, Generaldirektor für Afrika- und Nahost-Angelegenheiten, bestellte am Dienstag den iranischen Botschafter Saeed Badamchi Shabestari ins Außenministerium ein.
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums hatte in einem Interview mit iranischen Medien am Sonntag eine Klage für den Fall angedroht, dass auf Bankkonten in Südkorea eingefrorene Erlöse für Ölexporte nicht ausgezahlt werden.
Ko wollte demach wissen, ob der berichtete Inhalt des Interviews der Wahrheit entspreche, und äußerte Bedauern.
Ministeriumssprecher Kim In-chul sprach von einem sehr bedauerlichen Bericht. Er sagte weiter, die iranische Seite habe um Verständnis gebeten und betont, dass die Äußerung nicht die offizielle Position der iranischen Reigerung sei.
Offenbar sieben Milliarden Dollar befinden sich auf zwei koreanischen Bankkonten. Über das Geld kann Iran seit dem vergangenen September nicht mehr verfügen, nach dem die von Washington gewährte Frist für die teilweise Befreiung von Sanktionen für iranische Ölimporte abgelaufen war. Seoul und Teheran hatten wegen Washingtons Iran-Sanktionen über die beiden Konten Ölimporte aus Iran und Warenlieferungen aus Südkorea gegeneinander verrechnet.