Der Chef der Koreanischen Kommunikationskommission Han Sang-hyuk hat eine Anhebung der Gebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk KBS befürwortet.
Die Finanzierungssorgen des öffentlichen Rundfunks seien ein ernsthaftes Problem, sagte er am Montag in einer parlamentarischen Anhörung für eine zweite Amtszeit als Kommissionschef.
Die Frage nach der Notwendigkeit eines höheren Rundfunkbeitrags hatte der Abgeordnete Woo Sang-ho von der regierenden Minjoo-Partei Koreas gestellt.
Die gegenwärtigen Schwierigkeiten könnten nicht durch Deregulierungen, wie mehr Werbezeit, gelöst werden. Die Einnahmestruktur des öffentlichen Rundfunks müsse in grundlegender Weise überdacht werden, sagte Han.
Der Abgeordnete Woo hatte angeregt, im Gegenzug für eine Anhebung der Rundfunkgebühr könne KBS weniger Werbung senden. Dies ermöglichte wiederum anderen Sendern höhere Werbeeinnahmen, wodurch ein Tugendkreislauf in Gang käme.
KBS hatte am 1. Juli bekannt gegeben, sein Management in einer Weise umzugestalten, dass statt den zurzeit 45 Prozent mehr als 70 Prozent der Einnahmen mit dem Rundfunkbeitrag gedeckt werden.
Die Rundfunkgebühr liegt seit 40 Jahren unverändert bei 2.500 Won oder zwei Dollar.