Die britische Regierung hat Nordkorea das fünfte Jahr in Folge zu einem Land mit einer kritischen Menschenrechtssituation bestimmt.
Das Außenministerium in London stufte in seinem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Jahresbericht zu Menschenrechten und Demokratie 30 Staaten einschließlich Nordkoreas als sogenannte „Human Rights Priority Countries“ ein. Gemeint sind Länder, in denen die Lösung der Menschenrechtsfrage Vorrang haben sollte.
Seit der Einführung der entsprechenden Länderliste 2016 hat das britische Außenministerium Nordkorea das fünfte Jahr in Folge in die Liste aufgenommen.
Letztes Jahr habe sich die ernsthafte Menschenrechtssituation in Nordkorea in keiner Weise verbessert. Das Regime kontrolliere das Leben der Einwohner in fast allen Aspekten, darunter woran man glaube und wohin man reisen könne, hieß es.
Das britische Außenministerium hatte am 6. Juli die nordkoreanischen Ministerien für Staatssicherheit und für soziale Sicherheit, die für Zwangsarbeitslager zuständig sind, wegen des Zusammenhangs mit Menschenrechtsverletzungen auf seine Sanktionsliste gesetzt.