Die regelmäßige Mittwochsdemonstration zum Gedenken an die Opfer der Sexsklaverei und die jüngst gestartete Gegendemonstration konservativer Gruppen dürfen vorübergehend nicht mehr vor dem alten Sitz der japanischen Botschaft in Seoul stattfinden.
Nach Behördenangaben verhängte die Verwaltung des Seouler Bezirks Jongno mit Wirkung ab Mitternacht auf Freitag ein Verbot für kollektive Aktionen wie Versammlungen und Kundgebungen in der Umgebung der japanischen Botschaft in Junghak-dong.
Grund ist die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung von Covid-19. Das Verbot gilt, bis die höchste Warnstufe wegen Infektionskrankheiten aufgehoben wird.
In der Zone befindet sich eine Mädchenstatue zum Gedenken an die Opfer der Sexsklaverei der japanischen Armee, die gegenüber dem alten Sitz der japanischen Botschaft steht. Die Mittwochsdemonstration fand jede Woche in deren Umgebung statt.
Die Maßnahme wurde gemäß dem Gesetz zur Verhütung von Infektionskrankheiten getroffen. Bei einem Verstoß droht ein Bußgeld von bis zu drei Millionen Won.