Die Stadt Seoul hat beschlossen, auch ausländischen Einwohnern eine finanzielle Nothilfe wegen Covid-19 zu gewähren.
Die Stadtverwaltung teilt am Dienstag mit, dass das Stadtparlament den dritten Nachtragshaushalt verabschiedet habe. In dem Zusatzbudget seien 33 Milliarden Won (27,4 Millionen Dollar) für die finanzielle Nothilfe für Ausländer vorgesehen.
Der Beschluss stellt eine Folgemaßnahme dar, nachdem die Nationale Menschenrechtskommission am 11. Juni die Nichtberücksichtigung ausländischer Einwohner im Rahmen der Politik der Katastrophenzuschüsse als Verletzung des Rechts auf Gleichstellung eingestuft hatte. Die Kommission hatte dem Bürgermeister der Hauptstadt zu einer Verbesserung entsprechender Maßnahmen geraten.
Die Stadt Seoul hatte zuvor den Haushalten, deren Einkünfte 100 Prozent des mittleren Einkommens unterschreiten, finanzielle Hilfen in Höhe von 300.000 bis 500.000 Won gewährt. Die Stadtverwaltung will ausländischen Einwohnern gemäß denselben Kriterien Zuschüsse zahlen.