Die Polizei versucht derzeit, die Wohnung und das Büro von Park Sang-hak, Chef der Organisation „Kämpfer für ein freies Nordkorea“ (FFNK), zu durchsuchen.
Die Organisation nordkoreanischer Flüchtlinge hat anti-nordkoreanische Flugblattaktionen durchgeführt.
Die Polizeibehörde der Stadt Seoul schickte am Freitagvormittag Polizisten zu Parks Wohnung und Büro im Viertel Songpa, um für die Ermittlungen benötigtes Material zu beschlagnahmen.
Wie verlautete, wolle Park jedoch die Ermittler nicht ins Haus lassen und forderte einen Anwalt.
Die Maßnahme der Polizei erfolgte, nachdem das Vereinigungsministerium am 11. Juni die Organisation FFNK wegen des Vorwurfs der Verletzung der Gesetze zur innerkoreanischen Zusammenarbeit und zur Luftfahrtsicherheit angezeigt hatte.
Die Gruppe hatte mit Reis gefüllte PET-Flaschen zusammen mit Propaganda-Flugblättern über die Grenze geschickt, was die Polizei als Verstoß gegen das Gesetz zum innerkoreanischen Austausch und der Kooperation betrachtet. Nach dem Gesetz bedarf die Lieferung von Gütern an Nordkorea einer Genehmigung des Vereinigungsminsters.
Der Gruppe wird auch vorgeworfen, mit einem ungenehmigten Einsatz von Drohnen im Grenzgebiet das Gesetz zur Luftfahrtsicherheit verletzt zu haben.