Die Stadt Seoul will gegebenenfalls zur sozialen Distanzierung zurückkehren.
Bürgermeister Park Won-soon sagte am Montag vor der Presse, die Rückkehr zur sozialen Distanzierung wäre unvermeidbar, sollte die tägliche Zahl der neuen Corona-Fälle in Seoul an drei Tagen in Folgen über 30 liegen oder das öffentliche Gesundheitssystem belastet werden. Genannt wurde, dass 70 Prozent der Krankenhausbetten belegt sind.
In Seoul wurden vom 7. bis 20. Juni im Tagesschnitt zehn bis 20 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Mit Stand von heute sind 490 oder 53,7 Prozent der insgesamt 913 hierfür zur Verfügung stehenden Betten belegt.
Park sagte, dass die durchschnittliche Reproduktionszahl im Land im Zeitraum vom 30. April bis 11. Juni deutlich auf 1,79 gestiegen sei. Er wies auf die Prognose hin, dass in einem Monat die tägliche Fallzahl 800 übertreffen würde, sollte die Lage unverändert bleiben.
Sollten die Infektionsketten nicht jetzt unterbrochen werden, könnte es schon im Juli zu einer zweiten Welle kommen, warnte der Bürgermeister.