Für Koreaner sind die Überwindung der Devisenkrise und der Einstieg des Konzerns Samsung in die Halbleiterbranche die größten wirtschaftlichen und industriellen Erfolge der letzten 70 Jahre.
Im Gesellschaftsbereich wird die Einführung der nationalen Krankenversicherung als wichtigstes Ereignis genannt.
Entsprechende Umfrageergebnisse veröffentlichte der Unternehmerverband FKI am Sonntag. Das Meinungsforschungsinstitut Mono Research befragte im Auftrag von FKI landesweit 1.000 über 18-Jährige zu Angelegenheiten, die nach dem Ausbruch des Koreakriegs für die Republik Korea entscheidend waren. Es konnten mehrere Antworten gegeben werden.
Für 52,1 Prozent der Befragten ist die Überwindung der 1997 ausgebrochenen Devisenkrise, in der Südkorea einen Rettungskredit vom Internationalen Währungsfonds erhalten musste, am unvergesslichsten im Wirtschaftsbereich. 42,9 Prozent nannten die Austragung der Olympischen Spiele 1988 in Seoul, 39,6 Prozent die Saemaul (Neues Dorf)-Bewegung für die ländliche Entwicklung.
Hinsichtlich der industriellen Entwicklung nannten 64,2 Prozent Samsungs Einstieg in die Halbleiterbranche. Jeweils 35,9 Prozent gaben die Gründung des Stahlherstellers Posco und den Aufstieg Südkoreas als führende Nation in der Displaybranche als denkwürdigste Ereignisse an.