Nach Einschätzung von Experten müssen nicht alle Covid-19-Infizierten unbedingt ins Krankenhaus eingewiesen oder dort langzeitig behandelt werden, bis die Kriterien für eine Entlassung aus der Quarantäne erfüllt sind.
Die Kriterien für die Einweisung ins Krankenhaus und die Entlassung sollten geändert werden, empfahl ein Gremium aus Experten für Infektionskrankheiten des National Medical Center am Sonntag.
Nur diejenigen, die eine stationäre Behandlung bräuchten, sollten ins Krankenhaus gebracht werden. Zugleich sollten die Kriterien für die Entlassung gelockert werden. Dann könnte die Dauer der stationären Behandlung von durchschnittlich vier Wochen halbiert werden, hieß es.
Die Empfehlung basiert auf den Ergebnissen der Analyse von klinischen Daten zu 3.000 Corona-Patienten in 55 Krankenhäusern landesweit.
Lediglich 1,8 Prozent der erwachsenen Patienten, die jünger als 50 Jahre seien und bei der Bestätigung der Infektion weder Atemnot noch eine Vorerkrankung gehabt hätten, hätten einen schweren Verlauf entwickelt, bei dem eine Sauerstofftherapie erforderlich sei, hieß es.
Wie verlautete, werde die Seuchenkontrollbehörde bald Maßnahmen zur Lockerung der Entlassungskriterien bekannt machen.