Nach Einschätzung des früheren UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon ist es Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un anscheinend gelungen, durch die Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump de facto den Status einer Atommacht zu erlangen.
Die entsprechende Äußerung machte Ban in einem Interview mit der US-Zeitschrift „Time“ am Mittwoch.
Präsident Trump habe gesagt, dass es in Ordnung sei, dass Nordkorea einige Kurzstreckenraketen teste. Denn diese könnten den amerikanischen Kontinent nicht erreichen. Es gehe aber nicht nur um die Sicherheit des amerikanischen Kontinents, sondern auch um die Sicherheit und Bedrohung der gesamten Menschheit, betonte Ban.
Ban sagte, dass man jetzt, peinlicherweise, seit dem Start der Regierung von Donald Trump eine gewisse Abwesenheit amerikanischer Führung beobachte. Die USA hätten sich in der Welt zurückgezogen, um globale Probleme anzugehen, in einer Zeit, in der die amerikanische Führerschaft am dringlichsten benötigt werde.
Seit der Wahl von Präsident Trump im Jahr 2016 habe die „Amerika zuerst“-Politik die USA auf der globalen Bühne eigentlich isoliert. Die internationale Zusammenarbeit sei der Kitt, der alle zusammenhalte. Nationalismus und Protektionismus seien keine tragfähigen Alternativen zur Zusammenarbeit und Partnerschaft, unterstrich Ban.