Japan hat sein Versprechen, im Zusammenhang mit seiner industriellen Entwicklung an koreanische Zwangsarbeiter zu erinnern, nicht eingehalten.
Japan wird heute in Tokio sein Informationszentrum für Industriedenkmäler eröffnen. Dort werden 23 Industriestätten vorgestellt, die von der UNESCO 2015 zum Welterbe erklärt worden waren.
In sieben der Einrichtungen, darunter die Mine auf der Insel Hashima, wurden zur Zeit des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter aus Korea und anderen damals besetzten asiatischen Ländern eingesetzt.
Japan hatte vor der Bestimmung der Industrieruinen zum Welterbe versprochen, ein Informationszentrum einzurichten, in dem auf den Zwangsarbeitereinsatz hingewiesen wird.
Jedoch fehlen solche Angaben im Rahmen der Erläuterungen zur industriellen Entwicklung in der Meiji-Zeit. Einen Hinweis, dass auf Hashima koreanische Zwangsarbeiter eingesetzt wurden, gibt es nicht.