An den landesweiten Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt am Samstag (Ortszeit) in den USA haben auch koreanische Einwohner teilgenommen.
In Los Angeles fand eine Demonstration in der Koreatown statt, die die asiatisch-pazifische Einwohnervereinigung für BLM (Black Lives Matter) veranstaltete. Daran nahmen etwa 800 Einwohner verschiedener Rassen teil, darunter Schwarze, Weiße und Hispanoamerikaner.
Für die Schaffung der Proteststimmung waren koreanische Einwohner federführend. Sie betonten in freien Reden, dass auch schwarze Leben zählen, und forderten die Abschaffung der Rassendiskriminierung und eine Polizeireform. Eine traditionelle koreanische Volksmusikband sorgte für Stimmung.
Ein junger koreanischstämmiger Mann sagte, dass die Koreaner genauso wie die Schwarzen zu den Minderheiten in den USA zählten. Er wolle wenigstens einen kleinen Beitrag dazu leisten, gegen den Fall von George Floyd zu protestieren, der Polizeigewalt zum Opfer gefallen sei.
Ein Koreaner in seinen Sechzigern sagte, er habe auch die Unruhen in Los Angeles 1992 miterlebt. Damals habe er nicht verstanden, warum die unschuldigen Koreaner wegen der Unruhen Schaden erleiden mussten. Inzwischen habe er erkannt, dass es der Weg für den Schutz der Sicherheit der Koreaner sei, gemeinsam mit den Schwarzen zu handeln.