Anlässlich des Jahrestags des Juni-Kampfs von 1987 werden voraussichtlich die Eltern einiger bedeutender Demokratieaktivisten ausgezeichnet werden.
Südkorea feiert am 10. Juni den 33. Jahrestag des Juni-Aufstands. Aus diesem Anlass will die Regierung laut Informationen etwa zehn Personen auszeichnen, die zur Demokratisierung des Landes beigetragen haben.
Es wird erwartet, dass Lee So-sun, Mutter des legendären Aktivisten für Arbeiterrechte in den 1960er Jahren Jeon Tae-il, neun Jahre nach ihrem Tod ein Orden verliehen wird. Nach Jeons Tod widmete sich Lee lebenslang der Arbeiterbewegung und wurde als Mutter der Arbeiter bezeichnet.
Der Vater von Bak Jong-cheol und die Mutter von Lee Han-yeol werden ebenfalls ausgezeichnet. Bak und Lee waren Studentenaktivisten, ihre Tode, jeweils durch Folter der Sicherheitskräfte sowie von der Polizei eingesetztes Tränengas, entfachten die Juni-Bewegung.
Der Juni-Kampf, landesweite Proteste vom 10. bis zum 29. Juni 1987, gilt als Meilenstein in Südkoreas Demokratie-Geschichte. Dadurch wurde die direkte Präsidentenwahl 16 Jahre nach der Abschaffung wieder eingeführt und eine Verfassungsänderung herbeigeführt.