Die Regierungen Südkoreas und Chinas haben über das umstrittene Sicherheitsgesetz für Hongkong beraten. Spekulationen zufolge könnte China dabei um Unterstützung gebeten haben.
Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap habe ein Mitarbeiter der chinesischen Botschaft in Seoul in einem Telefonat am Dienstag bestätigt, Informationen über das Gesetz mit der südkoreanischen Regierung und Vertretern verschiedener Gebiete geteilt zu haben.
Die Frage, ob Peking die südkoreanische Regierung um Unterstützung gebeten habe, habe der Beamte nicht beantwortet.
Diplomatische Beobachter gehen davon aus, dass Peking die aus seiner Sicht bestehende Legitimität des Sicherheitsgesetzes für Hongkong hervorgehoben haben könnte. Dies könne als Bitte um Verständnis und Unterstützung interpretiert werden.
Der chinesische Botschafter in Seoul Xing Haiming hatte am vergangenen Sonntag dem chinesischen Sender CCTV gesagt, China und Südkorea hätten bisher die Positionen des Partnerlandes zu wichtigen Angelegenheiten respektiert. Die Hongkong-Frage bilde keine Ausnahme, sagte er.
Ein Beamter des südkoreanischen Außenministeriums sagte, was über diplomatische Kanäle mit China laufe, werde nicht bestätigt.