Die Staatsanwaltschaft hat das Büro einer Bürgerorganisation zur Unterstützung ehemaliger Sexsklavinnen des japanischen Militärs durchsucht.
Grund sind Vorwürfe der Unterschlagung und Zweckentfremdung von Spenden für die sogenannten Trostfrauen.
Die Staatsanwaltschaft Seoul West durchsuchte am Mittwoch über zwölf Stunden lang das Büro des Koreanischen Rats für Gerechtigkeit und Erinnerung in Fragen der militärischen Sexsklaverei durch Japan. Wie verlautete, seien dabei verschiedene Daten wie Buchhaltungsdaten sichergestellt worden.
Bisher wurden über zehn Anzeigen gegen Vertreter der Organisation, darunter die frühere Chefin Yoon Mi-hyang, erstattet.
Größter Streitpunkt ist, ob die Spenden für den eigentlichen Zweck verwendet wurden und ob es dabei zu einem Bilanzbetrug kam.
Die Organisation gab zwar Buchhaltungsfehler zu, wies jedoch die Vorwürfe der Unterschlagung oder illegaler Zweckentfremdung zurück.