Nach dem Auftreten eines Gaslecks in einer Fabrik von LG Chem in Indien ist die Zahl der Todesopfer auf zwölf gestiegen.
Bei dem Unglück im Bundesstaat Andhra Pradesh am Donnerstag (Ortszeit) waren zuvor bereits elf Anwohner nach dem Einatmen des giftigen Gases Styrol gestorben. Die örtliche Polizei teilte am Freitag mit, dass ein weiterer Einwohner im Krankenhaus gestorben sei.
Die meisten Anwohner, die unter anderem wegen Atembeschwerden medizinisch versorgt werden mussten, konnten das Krankenhaus inzwischen verlassen. Auch gehe es etwa 20 Menschen aus der Umgebung, die sich zunächst in kritischem Zustand befunden hatten, wieder besser.
Ersten Untersuchungsergebnissen zufolge könnte ein Ausfall einer Kühlvorrichtung die Unglücksursache sein. Der Industrieminister des Bundesstaates sieht hingegen Unachtsamkeit der Fabrikmitarbeiter als Ursache für den Gasaustritt.
Wie verlautete, wolle die Polizei wegen Fahrlässigkeit beim Umgang mit giftigen Substanzen und fahrlässiger Tötung ermitteln.
Viele Anwohner hätten die Stilllegung der Fabrik gefordert, hieß es.