Angesichts der zunehmenden Corona-Infektionsfälle unter Diskotheken-Besuchern hat die Regierung Vergnügungseinrichtungen landesweit dringend zu einem Betriebsstopp geraten.
Die Einrichtungen sollten ab 20 Uhr am heutigen Freitag schließen.
Die Maßnahme gelte einen Monat, teilte Yoon Tae-ho vom zentralen Hauptquartier für Katastrophenschutz im Anschluss an eine dringliche Videokonferenz mit Gouverneuren und Oberbürgermeistern der 17 Provinzen und provinzfreien Städte und dem Innenministerium mit.
Von diesen Maßnahmen sind Diskotheken, Bars, Kneipen und Tanzcafés, sogenannte Colatheks, im ganzen Land betroffen.
Die übrigen Maßnahmen der seit dem 6. Mai eingeführten Lockerungen der Corona-Beschränkungen gelten unverändert. Die Maßnahme ist jedoch nicht verpflichtend. Ziel der neuen Maßnahme sei es, die Vergnügungseinrichtungen verstärkt zur Einhaltung der Hygieneregeln zu motivieren, hieß es.
Ein Bewohner in Yongin nahe Seoul hat nach offiziellen Angaben Anfang Mai in einer Nacht drei Klubs in Seoul besucht. Unter seinen Kontaktpersonen dort sind bisher 15 Infektionsfälle bestätigt worden. Die Klubs sollen in jener Nacht von mindestens 1.500 Personen besucht worden sein.