Südkoreas Armee hat die Identität eines Gefreiten preisgegeben, der in einen Skandal um Sex-Chats verwickelt sein soll.
Der 19-jährige Lee Won-ho soll in Zusammenarbeit mit dem Hauptverdächtigen Cho Ju-bin intime Aufnahmen von Mädchen und Frauen erpresst und im Chat-Room "Baksabang" des Messenger-Dienstes Telegram gegen Entgelt zugänglich gemacht haben.
Ein siebenköpfiger Ausschuss der Armee hatte am Dienstag mehrere Stunden beraten und sich dann für die Preisgabe der Identität entschieden.
In einer Presseerklärung hieß es, man habe eingehend über mögliche Verstöße gegen die Menschenrechte diskutiert, von denen der Beschuldigte und seine Familie betroffen sein könnten. Schließlich sei jedoch entschieden worden, dass die Bekanntgabe des Namens dem öffentlichen Interesse insofern gerecht werde, als die Menschen ein Recht darauf hätten, zu erfahren, was passiert sei und die Wiederholung ähnlicher Vorfälle verhindert werden müsse.