Präsident Moon Jae-in hat Unterstützung für die ASEAN-Länder bei der Bekämpfung der Corona-Krise versprochen.
Es sei äußerst wichtig, rechtzeitig jene Länder mit Ausrüstung für die Quarantäne und medizinischen Gütern zu versorgen, die diese dringend benötigten. Das sagte Moon am Dienstag bei einem virtuellen Sondergipfel der ASEAN plus Drei, einem um Südkorea, China und Japan erweiterten Gesprächsformat der zehn Mitgliedsstaaten des südostasiatischen Staatenbundes ASEAN.
Der Gipfel war einberufen worden, um über die Reaktion auf die Corona-Pandemie zu sprechen. Auch der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe und der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang waren zugeschaltet. Organisiert wurde das Spitzengespräch vom diesjährigen Vorsitzland Vietnam.
Südkorea wolle zusätzliche Finanzmittel für humanitäre Unterstützung sicherstellen und so umfassend wie möglich auf jeden Hilferuf aus dem Ausland reagieren, darunter auch der ASEAN-Staaten, sagte Moon.
Auch werde die Möglichkeit erörtert, den ASEAN-Südkorea-Kooperationsfonds anzuzapfen. Er hoffe, dass die Region die Virus-Krise früh überwinden könne, indem alle verfügbaren Ressourcen mobilisiert würden.
Moon nannte in diesem Zusammenhang Treuhandfonds der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) und staatliche Zuwendungen einzelner Mitgliedsländer der ASEAN plus Drei.
Um die wirtschaftlichen Folgen der Krise möglichst gering zu halten, schlug der südkoreanische Präsident vor, Handel, Investitionen und den Personenaustausch auf einem grundlegenden Niveau im Fluss zu halten.
Die ASEAN plus Drei könnten eine Rolle dabei spielen, die globalen Lieferketten wiederherzustellen, sagte Moon angesichts Prognosen der Welthandelsorganisation (WTO), dass der Welthandel wegen der Covid-19-Krise um bis zu 32 Prozent schrumpfen könnte.