Innerhalb von sechs Monaten nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Südkorea sind mehr als 500 Fälle gemeldet worden.
Laut dem Umweltministerium und dem Nationalinstitut für Umweltforschung wurden mit Stand vom heutigen Freitag 506 ASP-Fälle bei Wildschweinen nachgewiesen. Der erste Fall war am 3. Oktober letzten Jahres in Yeoncheon in der Provinz Gyeonggi gemeldet worden.
Der Einschleppungsweg nach Südkorea konnte noch nicht geklärt werden. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass die Seuche von Nordkorea nach Südkorea gelangte. Denn die Afrikanische Schweinepest hatte sich letztes Jahr zuerst in China, Vietnam und Nordkorea ausgebreitet. In Südkorea wurden zudem hauptsächlich im Grenzgebiet zu Nordkorea infizierte Wildschweine entdeckt.
Die Zahl der bestätigten ASP-Fälle bei Wildschweinen im Land stieg von 55 Ende letzten Jahres in den ersten drei Monaten dieses Jahres drastisch an. Grund sind zugenommene Kontakte zwischen Wildschweinen während der winterlichen Paarungszeit und bei der Nahrungssuche.
Im Frühling verlangsamte sich zwar die Ausbreitung. Die Zahl der Gebiete, wo angesteckte Wildschweine erstmals entdeckt wurden, nahm jedoch zu. Die im Westen des Landes ausgebrochene Seuche verbreitete sich inzwischen bis nach Goseong an der Ostküste.
Die Regierung will Mitte Mai Maßnahmen gegen die ASP vorlegen, darunter solche für die Eindämmung in landwirtschaftlichen Betrieben.
Auf Schweinehöfen wurde nach dem letzten Fall am 9. Oktober kein Infektionsfall mehr gemeldet. Der erste Fall auf einem Hof war im September in Paju im Westen des Landes bestätigt worden.