Die schweizerische Regierung hat laut einem Medienbericht die geplante Lieferung von Gütern zur Eindämmung von Covid-19 an Nordkorea verschoben.
Die Entscheidung teilte das Eidgenössische Department für auswärtige Angelegenheiten am Montag in einer E-Mail an den US-Auslandssender Voice of America mit.
Als Grund wurde die Überwachung der Verteilung der Güter genannt. Das Personal der schweizerischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Pjöngjang sei im Zuge von Nordkoreas Maßnahmen gegen das neuartige Coronavirus in die Heimat zurückgeschickt worden. Unter diesen Umständen könne die Überwachung der Lieferung und Verwendung von Gütern nicht vollständig gewährleistet werden, hieß es.
Nach weiteren Angaben hatte Nordkorea kurz nach dem Ausbruch von Covid-19 in China die DEZA gebeten, Geräte zur Produktion von Chlorit für die Desinfektion von Gesundheitseinrichtungen, Generatoren und Schutzausrüstung zu liefern.
Das UN-Komitee für Nordkorea-Sanktionen hatte am 27. März der Schweiz eine Ausnahme für die Lieferung von Gütern zur Covid-19-Eindämmung im Wert von etwa 90.000 Schweizer Franken oder 95.000 US-Dollar erteilt. Dazu zählen 30 Desinfektionskits und 2.000 Sets persönlicher Schutzausrüstung.