Die Verwaltung der Provinz Jeju will eine aus den USA zurückgekehrte Corona-infizierte Studentin und deren Mutter auf Schadensersatz verklagen.
Die Studentin war am letzten Freitag, kurz nach der Heimkehr, trotz Glieder- und Halsschmerzen mit ihrer Mutter auf die Ferieninsel im Süden gereist. Sie hielten sich fünf Tage lang dort auf und besuchten zahlreiche touristische Ziele. Die Studentin wurde am Dienstag in Seoul positiv auf das neuartige Coronavirus getestet, danach auch ihre Mutter.
Die Provinzverwaltung teilte am Donnerstag mit, dass ein Kausalzusammenhang zwischen Schäden anerkannt werde, die die Provinz und deren Bewohner wegen den beiden erlitten hätten. Die Schadenersatzansprüche würden 100 Millionen Won deutlich übertreffen.
Die Provinzverwaltung, die von ihnen besuchten und nun geschlossenen Betriebe sowie die in Selbstisolierung geschickten Kontaktpersonen würden die Kläger sein, hieß es. Bisher wurden 47 Kontaktpersonen erfasst.
Ein Beamter der Provinzverwaltung sagte, die Studentin habe die Regierungsempfehlung für eine 14-tägige Selbstquarantäne nicht befolgt, obwohl sie Symptome gehabt habe.