Die Stadtverwaltung von Seoul hat am Montag ein Versammlungsverbot für die Sarang Jeil Kirche beschlossen.
Bei der Anordnung handelt es sich um einen rechtlichen Schritt gegen die presbyterianische Kirche, die gegen die Richtlinien der Regierung zur Eindämmung von Covid-19 verstoßen haben soll.
Bürgermeister Park Won-soon begründete das Vorgehen mit der Gefahr einer Masseninfektion. Bei Gottesdiensten mit über 2.000 Teilnehmern seien die Richtlinien für soziale Distanz sowie die Mundschutzpflicht nicht beachtet worden. Die Kirche habe zudem eine konkrete Aufforderung zur Einhaltung der Regeln ignoriert, hieß es.
Die Anordnung gilt vom 23. März bis 5. April. Wer dagegen verstößt, muss bis zu drei Millionen Won (rund 2.200 Euro) Bußgeld zahlen.
Nach Regierungsangaben sollen 57,5 Prozent der evangelischen Kirchen im Land am vergangenen Wochenende Online-Gottesdienste abgehalten haben.