Das US-Außenministerium hat in seinem jährlichen Menschenrechtsbericht erneut darauf verzichtet, die Verantwortung des nordkoreanischen Regimes für dortige Menschenrechtsverletzungen unmittelbar zu betonen.
Das Ressort veröffentlichte am Mittwoch (Ortszeit) die Länderberichte über Menschenrechtspraktiken 2019.
Noch im Bericht 2017 hatten die USA die Verantwortung des Regimes für die Menschenrechtslage in Nordkorea unterstrichen. Die Einwohner in Nordkorea seien ungeheuerlichen Menschenrechtsverletzungen durch die Regierung ausgesetzt, hatte es geheißen.
Die Formulierung wurde jedoch im letztes Jahr veröffentlichten Bericht 2018 gestrichen und taucht auch im aktuellen Bericht nicht auf.
Washington milderte inmitten der festgefahrenen Atomverhandlungen mit Pjöngjang offenbar die Formulierungen ab, weil Nordkorea auf die Menschenrechtsfrage besonders empfindlich reagiert.
In dem neuen Bericht wird darauf hingewiesen, dass Nordkorea in Bezug auf den Tod des US-Studenten Otto Warmbier noch keine Erklärung abgegeben habe. Warmbier war 2017 nach einer 17-monatigen Gefangenschaft in Nordkorea im Koma liegend heimgeschickt worden und Tage später verstorben.