Internationales
Seoul dementiert Tokios Behauptung über frühzeitige Benachrichtigung über de facto-Einreiseverbot
Write: 2020-03-11 07:22:17 / Update: 2020-03-11 09:33:10
Südkorea hat die Behauptung der japanischen Regierung dementiert, über das de facto-Einreiseverbot frühzeitig informiert worden zu sein.
Der stellvertretende Sprecher des Präsidialamtes, Yoon Jae-kwan, sagte am Dienstag auf einer Pressekonferenz, dass Japan die Entscheidung einseitig ohne vorherige Diskussion oder Mitteilung beschlossen habe.
Die Regierung habe erst kurz vor der Bekanntgabe von der Maßnahme Kenntnis erhalten und über diplomatische Kanäle versucht, eine Bestätigung einzuholen. Doch habe Japan zu dem Zeitpunkt erklärt, keine solche Maßnahme treffen zu wollen.
Der Sprecher wies darauf hin, dass Japan im vergangenen Sommer auf ähnliche Weise seine Exportbeschränkungen gegen Südkorea bekannt gegeben hatte. Seoul äußere tiefes Bedauern über die Wiederholung eines solchen unzuverlässigen Verhaltens.
Japans Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga hatte am Montag behauptet, dass seine Regierung über einen diplomatischen Kanal vorab über die Entscheidung informiert habe. Auch sei die Maßnahme nach der Bekanntgabe ausführlich erläutert worden.
Japan hatte die visumfreie Einreise von Südkoreanern und Chinesen gestoppt. Bereits ausgestellte Touristenvisa wurden für ungültig erklärt und Eingereiste unter eine zweiwöchige Quarantäne gestellt. Südkorea hatte am vergangenen Freitag nachgezogen und ebenfalls seine Auflagen für die Einreise von Japanern drastisch verschärft.
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