An den olympischen Wettkampfstätten in der japanischen Präfektur Fukushima ist eine hohe Radioaktivität gemessen worden.
Das teilte die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Montag auf Pressekonferenzen mit, die gleichzeitig in Seoul und Tokio abgehalten wurden. Die Organisation hatte zwischen dem 16. Oktober und 5. November 2019 an wichtigen Orten der Präfektur die dortige Strahlenbelastung ermittelt.
Auf der Straße nahe dem Azuma-Baseballstadion seien laut dem Bericht 0,48 Mikrosievert gemessen worden. In dem Stadion sollen im Sommer olympische Baseball- und Softball-Spiele ausgetragen werden.
Der Wert ist mehr als doppelt so hoch wie der Grenzwert von 0,23 Mikrosievert, den die japanische Regierung einhalten will. Hierfür wurden Maßnahmen zur Dekontamination ergriffen, beispielsweise wurde Erdreich ausgehoben.
Laut Greenpeace gebe es trotz dieser Maßnahmen noch immer stark belastete Gegenden, darunter auch das Zentrum der Stadt Fukushima. Die Experten vermuten, dass Taifun Hagibis, der Japan im vergangenen Oktober erfasst hatte, die Bemühungen um eine Dekontamination zunichtegemacht haben könnte.