Die südkoreanische Regierung überprüft, Landsleute aus dem Iran auszufliegen.
In dem vom neuartigen Coronavirus hart betroffenen Land wurden allein am Sonntag 49 Todesfälle wegen des Virus gemeldet, mehr als doppelt so viele wie am Vortag. Mit insgesamt 194 Todesopfern verzeichnet der Iran die dritthöchste Gesamtzahl an Todesopfern hinter China und Italien.
Wegen der Wirtschaftssanktionen der USA hat das Land zudem Schwierigkeiten mit der Versorgung mit Medikamenten.
Angesichts dieser Lage erwägt die südkoreanische Regierung, Landsleute im Iran mit einer Chartermaschine auszufliegen. Die dortige Botschaft ermittelt zurzeit die Zahl der Rückkehrwilligen. Es wird vermutet, dass rund 100 der insgesamt 200 Südkoreaner einen Evakuierungsflug in Anspruch nehmen würden.
Die Regierung erwägt auch den Einsatz einer Maschine einer ausländischen Fluggesellschaft, sollte wegen der US-Sanktionen die Entsendung eines südkoreanischen Flugzeugs schwierig sein.
Wie verlautete, würden die Rückkehrer aus dem Iran unter eine 14-tägige Quarantäne gestellt, sollten verdächtige Symptome vorliegen. Wer keine Krankheitsanzeichen habe, solle sich zu Hause isolieren.