Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es in Südkorea ermutigende Signale in Bezug auf die Lungenerkrankung Covid-19.
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Genf, dass die Zahl der Neuinfektionen offenbar zurückgehe und die neuen Fälle überwiegend auf bekannte Cluster zurückzuführen seien.
Zwar würden einige Länder hohe Infektionszahlen melden, doch hätten 115 Länder noch keinen einzigen Fall gehabt. Dies zeige, dass das Virus eingedämmt werden könne.
Regierungen weltweit sollten Notfallpläne für einen Ausbruch vorbereiten. Diese sollten Schulungen zu dem Virus, verbesserte Diagnosemöglichkeiten, Vorbereitungen in den Krankenhäusern und die Beschaffung notwendiger Ausrüstung beinhalten.
Der WHO-Chef berichtete außerdem von seinem Gespräch mit der südkoreanischen Außenministerin Kang Kyung-wha. Sie habe ihm gesagt, dass Südkorea zur Hilfe für Nordkorea bereit sei, sollte es dort zu einem Ausbruch kommen.
Michael Ryan, der Notfall-Koordinator der WHO, der bei der Pressekonferenz ebenfalls anwesend war, sagte hierzu, die Organisation sei vorbereitet, um jederzeit nach Nordkorea zu gehen, sollte das Land einen Infektionsfall melden.