Der Gründer der Shincheonji-Kirche Jesu, Lee Man-hee, hat sich wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus entschuldigt.
Auf einer Pressekonferenz in Gapyeong in der Provinz Gangwon sagte Lee, es sei keine Absicht gewesen, aber es habe unter den Gläubigen der religiösen Organisation viele Infizierte gegeben. Er wolle sich beim Volk entschuldigen.
Er habe niemals erwartet, dass ein solches Ereignis eintreten könne und wolle künftig keine Anstrengung scheuen.
Im Hinblick auf die Kritik, wonach gefälschte Namenslisten der Gläubigen abgegeben und dadurch die Eindämmung der Epidemie verhindert worden sei, äußerte der Gründer der Kirche, die Mitarbeiter hätten es schwer gehabt, da die Behörden alle mit der Kirche im Zusammenhang stehenden Stätten geschlossen hätten.
Die Niederlassung der Shincheonji-Kirche in Daegu steht im Zentrum der starken Verbreitung des neuartigen Coronavirus in Südkorea. Mehr als die Hälfte der Infektionsfälle im Land betrifft Shincheonji-Anhänger.
Unterdessen zeigte die Seouler Stadtverwaltung die Führung der Shincheonji-Kirche Jesu wegen Mordes sowie Verletzung und Verstoßes gegen das Gesetz zu Infektionskrankheiten an. Die Angezeigten verweigerten Tests zum Coronavirus und hätten keine Maßnahmen unternommen, um ihre Mitglieder zu einer aktiven Kooperation für die Bekämpfung einer weiteren Ausbreitung von Covid-19 zu bewegen, lautete die Begründung.