Immer mehr Städte in China stellen Passagiere aus Südkorea unter eine 14-tägige Quarantäne.
Hintergrund ist die rasche Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Südkorea in den letzten Tagen.
Am Dienstag wurden in Yanji in der Provinz Jilin, Shenyang in Lianoning und Weihai in Shandong alle südkoreanischen Flugpassagiere nach ihrer Ankunft unter Quarantäne gestellt.
Unabhängig davon, ob es Symptome gibt oder nicht, wird die Einreise ohne 14-tägige Quarantäne nicht erlaubt. Die Maßnahme war nicht angekündigt worden, auch die südkoreanische Regierung hatte keine Kenntnis.
In Nanjing wurden am Dienstag etwa 40 südkoreanische Flugpassagiere unter Quarantäne gestellt, weil sie in der Nähe eines Passagiers saßen, der Fieber hatte.
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Zhao Lijian unterstützte die Maßnahmen der lokalen Regierungen. Es sei die Pflicht jedes Landes, die hygienische Sicherheit in den Regionen und der Welt zu schützen, sagte er.
Unterdessen kritisierten Hongkonger Medien wie „Apple Daily“ es als Doppelmoral, dass die dortige Regierung ein gänzliches Einreiseverbot für Nichtansässige aus Südkorea verhängte. Regierungschefin Carrie Lam habe ein Einreiseverbot für Chinesen aus Festlandchina als Diskriminierung bezeichnet und jetzt die Tür für Südkoreaner verriegelt. Dahinter stecke eine politische Logik, hieß es unter Berufung auf Oppositionspolitiker und Bürgerorganisationen.