Die Shincheonji-Kirche Jesu hatte laut einem Zeitungsbericht bis Dezember im chinesischen Wuhan, dem Epizentrum des neuartigen Coronavirus, Treffen abgehalten.
Das schrieb die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“.
Rund 200 Mitglieder der Sekte in Wuhan hätten erst im Dezember ihre Zusammenkünfte unterlassen, als sie erkannt hätten, dass die Stadt von Covid-19, der damals noch unbekannten Krankheit, betroffen sei. Die meisten befänden sich derzeit außerhalb der Stadt in Quarantäne, hieß es.
Gerüchte über ein Virus hätten im November zu kursieren begonnen, doch habe niemand dies ernst genommen, sagte eine 28-jährige Shincheonji-Anhängerin. Die Kirche habe alle Versammlungen abgesagt, als sie von der Ausbreitung des Coronavirus erfahren habe, berichtete die Kindergärtnerin, die namentlich nicht genannt werden wollte.
Die Gruppe habe ihre Predigten online fortgesetzt, die meisten Mitglieder seien zu Beginn der Neujahrsfeiertage Ende Januar nach Hause zurückgekehrt, hieß es weiter.
Laut chinesischen Quellen hat die Shincheonji-Kirche etwa 20.000 Mitglieder in China, die meisten leben in Großstädten wie Peking, Shanghai, Dailan und Shenyang.
Die Niederlassung der Shincheonji-Kirche in Daegu gilt als Epizentrum der Corona-Infektionen in Südkorea in den letzten Tagen.