Im Zusammenhang mit einem tödlichen Schiffsunglück auf der Donau in Budapest im vergangenen Mai ist der Kapitän eines weiteren Schiffs verhaftet worden.
Laut der südkoreanischen Botschaft in Ungarn stellte ein Gericht in Budapest einen von der Staatsanwaltschaft beantragten Befehl für eine bedingte Haft gegen den Kapitän des Kreuzfahrtschiffs Viking Idun aus. Er steht demnach mit einer elektronischen Fußfessel unter Hausarrest.
Dem Kapitän wird vorgeworfen, nach dem Unfall keine Hilfe geleistet zu haben, um die Menschen an Bord des Unglücksschiffs Hableany zu retten.
Das Ausflugsschiff wurde am 29. Mai vom Kreuzfahrtschiff Viking Sigyn gerammt. An Bord waren 33 südkoreanische Touristen und zwei ungarische Besatzungsmitglieder. Die Hableany sank anschließend, dabei kamen 25 Südkoreaner und die beiden ungarischen Crewmitglieder ums Leben. Einer der Südkoreaner konnte bis heute nicht gefunden werden.