Ein renommierter japanischer Historiker will Südkorea seine Sammlung historischer Unterlagen spenden.
Diese Absicht teilte Yutaka Yoshida, speziell ernannter Professor an der Hitotsubashi Universität, am Samstag in seinem letzten Vortrag vor der Emeritierung mit.
Wie die japanische Zeitung „Asahi Shimbun“ am Sonntag schrieb, habe Yoshida vor 600 Zuschauern mitgeteilt, warum er sich für die Kriegsgeschichte interessierte.
Er ist bekannt für seine Forschung zu Kriegsverbrechen, die das japanische Militär in der Moderne verübt hatte, und zur Verantwortung von Kaiser Hirohito für die Kriege. Er hat eine kritische Einstellung zur rechtsorientierten Gruppe, die eine Änderung der Friedensverfassung Japans anstrebt.
Yoshida sagte, dass er viele kostbare historische Unterlagen, darunter Tagebücher japanischer Soldaten, gesammelt habe. Er wolle sie jedoch einer südkoreanischen Universität spenden, da in Japan keine Kultur für die Aufbewahrung und Veröffentlichung von Materialien oder Schriftgut dieser Art vorhanden sei.