Die japanische Regierung hat neue Details zur von den Streitkräften im Zweiten Weltkrieg verantworteten Sexsklaverei bestätigt.
Unlängst waren Verschlusssachen bekannt geworden, nach denen eine Sexsklavin pro 70 Soldaten bereitstehen sollte.
Wie KBS erfuhr, habe Ministerpräsident Shinzo Abe die Existenz der Dokumente in einem Schreiben eingeräumt. Er hatte auf eine Anfrage der Oberhaus-Abgeordneten Tomoko Kami von der Kommunistischen Partei reagiert.
Das Schreiben, das auch KBS vorliegt, sei an das Kabinettssekretariat und die Parlamentsbibliothek weitergeleitet worden.
Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo hatte am 6. Dezember erstmals über den Dokumentenfund berichtet.
Hirofumi Hayashi, Geschichtsprofessor an der Kanto Gakuin Universität in Yokohama, sagte, die Dokumente stützten den Verdacht, dass Japans Streitkräfte aus freien Stücken und systematisch Frauen für ihre Soldaten rekrutiert hätten.