Amnesty International hat das südkoreanische Verfassungsgericht zur Abschaffung der Todesstrafe aufgefordert.
Die Menschenrechtsorganisation teilte mit, am Montag, dem Vortag des Tags der Menschenrechte, dem Gericht ein entsprechendes Meinungspapier eingereicht zu haben.
Darin steht, dass die Todesstrafe das Recht auf Leben und das Recht verletze, keiner inhumanen oder demütigenden Behandlung oder Bestrafung ausgesetzt zu sein. Über 70 Prozent der Länder in der Welt hätten die Todesstrafe gesetzlich oder praktisch abgeschafft.
Nachdem das südkoreanische Verfassungsgericht 2010 die Todesstrafe für verfassungsmäßig befunden hätte, hätten Länder wie Benin, Republik Kongo und Litauen die Todesstrafe für sämtliche Straftaten abgeschafft. Dieser Trend verbreite sich in allen Regionen der Welt, hieß es weiter.
Die Todesstrafe werde in der Weltgemeinschaft bereits als Menschenrechtsfrage betrachtet. Die Praktik einer willkürlichen und diskriminierenden Bestrafung durch den Staat müsse beendet werden, sagte Lee Kyeong-eun, Generalsekretärin von Amnesty International Korea.