Der neue IAEO-Chef Rafael Grossi hat sich besorgt über das Fehlen von aktuellen Informationen über Nordkoreas Atomprogramm geäußert.
Rossi, der sein Amt als Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation am Dienstag antreten wird, äußerte seine Sorge am Samstag in einem Interview mit der japanischen Rundfunkanstalt NHK.
Es seien bereits über zehn Jahre seit dem Rauswurf der IAEO-Kontrolleure vergangen. Sobald die USA und Nordkorea sich in irgendeiner Weise einigen könnten, wolle er sicherstellen, dass die Kontrolleure ihre Arbeit fortsetzen können.
In Bezug auf nuklear verseuchtes Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi sagte Grossi, dass es in der Verantwortung der japanischen Regierung liege, der internationalen Gemeinschaft die Situation zu erklären. Die Regierung in Tokio sei dieser Verpflichtung auch nachgekommen, fügte er hinzu.
Grossi war im Oktober vom IAEO-Vorstand zum Nachfolger des Japaners Yukiya Amano ernannt worden. Dieser war im Juli verstorben.