Die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation Freedom House hat das Internet in Südkorea erneut als "teilweise frei" eingestuft.
In dem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht “Freedom on the Net” belegt Südkorea hinsichtlich der Freiheit im Netz Platz 19 unter 65 Staaten. Das Land verbesserte sich zwar verglichen mit dem Vorjahr um einen Platz.
Mit 64 von 100 möglichen Punkten wurde die Freiheit im Netz aber nur als teilweise gegeben betrachtet. Damit rangierte Südkorea auf einer Stufe mit Ländern wie Nigeria, Angola, Tunesien und Brasilien.
Die Länder wurden in drei Kategorien bewertet: Verstöße gegen Rechte der Internetnutzer, Beschränkungen der Inhalte und Zugangshürden. Südkorea erzielte sein schwächstes Ergebnis in der Kategorie Verstöße gegen Rechte der Internetnutzer. In dieser Wertung wurden 19 von 40 möglichen Punkten erzielt.
Die Organisation äußerte in dem Bericht Bedenken, dass südkoreanische Frauen im Netz wegen feministischer Aktivitäten zur Zielscheibe würden. Auch würden viele Frauen im südkoreanischen Internet mit Diskriminierung, Belästigung und Gewalt konfrontiert.
An der Spitze liegt Island mit 95 Punkten, gefolgt von Estland und Kanada.