Inmitten der bilateralen Spannungen über Handelsfragen und die Geschichte sind Südkoreas Staatspräsident Moon Jae-in und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe zu einem elfminütigen Gespräch zusammengekommen.
Das erste Vier-Augen-Gespräch zwischen Moon und Abe seit 13 Monaten kam am Montag am Rande des ASEAN-plus Drei-Gipfeltreffens in Bangkok zustande.
Moons Sprecherin Ko Min-jung teilte mit, dass das Gespräch in einer sehr freundschaftlichen und von Aufrichtigkeit geprägten Stimmung verlaufen sei. Moon und Abe hätten die Ansicht geteilt, dass die Beziehungen zwischen beiden Ländern wichtig seien und schwebende Angelegenheiten durch einen Dialog geklärt werden sollten. Beide hätten zudem die Hoffnung vertreten, dass durch offizielle Konsultationen zwischen den Außenministerien Maßnahmen für praktische Fortschritte in den bilateralen Beziehungen erzielt würden.
Medienberichte Japans und die Mitteilung des japanischen Außenministeriums fokussieren sich allerdings darauf, dass Abe Südkorea erneut dazu aufgefordert habe, das Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen von 1965 einzuhalten. Tokio ist der Ansicht, dass alle Ansprüche aus der Kolonialzeit mit dem Abkommen abgegolten seien.