Ein Dokument, das als Nachweis für die Zwangsmobilisierung von Koreanern durch Japan zur Zeit der Kolonialherrschaft dient, ist freigegeben worden.
Die Nationalarchive Südkoreas veröffentlichten am Donnerstag das Original eines Dokuments, das die japanische Kolonialregierung in Korea im Jahr 1940 erstellte. Laut dem Dokument befahl die Kolonialregierung im März jenes Jahres jedem Provinzgouverneur, die Zahl der Arbeitskräfte je nach Geschlecht und Altersgruppe zu ermitteln.
Die Untersuchungen ergaben, dass insgesamt 1,16 Millionen Menschen, darunter etwa 920.000 Männer und 230.000 Frauen, mobilisiert werden könnten. Das entspricht fünf Prozent der damaligen Gesamtzahl der Koreaner. Sollten die Kinder, Senioren und über 20-jährige Frauen ausgeschlossen werden, erreicht der Anteil zehn Prozent.
Dagegen zeigten sich 240.000 Männer und 20.000 Frauen zur Arbeit bereit. Der Vergleich dieser Zahlen mit Japans damaligem Plan für die Arbeitermobilisierung zeigt, dass Japan bereits im Jahr 1941 mehr Koreaner als Arbeitswillige mobilisierte. Laut den Nationalarchiven weise das Dokument darauf hin, dass die Mobilisierung von Koreanern durch Japan zwangsweise erfolgen sollte.
Auch wurden vier Fotos von koreanischen Arbeitern im Tagebau der Onoura Mine in Japan und die Liste der dortigen Mitarbeiter veröffentlicht. Damals arbeiteten in dem Bergwerk in Fukuoka viele Koreaner. Laut der Liste waren 1.896 Koreaner in den Schächten 6 und 7 beschäftigt, weniger als 100 von ihnen kehrten nach Korea zurück.