Ein Gericht hat einen Haftbefehl gegen den jüngeren Bruder von Ex-Justizminister Cho Kuk wegen Korruptionsvorwürfen erlassen.
Das Bezirksgericht Seoul Zentral teilte am Vorabend mit, dass mit Rücksicht auf den Verlauf der Ermittlungen und einen neuen Verdacht die Notwendigkeit einer Verhaftung anerkannt werden könne. Der erste Haftantrag der Staatsanwaltschaft war am 9. Oktober abgelehnt worden.
Wie verlautete, habe Cho bei der Gerichtsanhörung über den Haftantrag mit dem Hinweis auf seinen Gesundheitszustand darum gebeten, keinen Haftbefehl zu erlassen.
Cho wies die meisten Vorwürfe gegen ihn zurück, darunter einen neu hinzugekommenen Vorwurf der Scheinscheidung, um eine Zwangsvollstreckung seiner Anleihen zu verhindern. Er räumte jedoch ein, im Gegenzug für die Weitergabe von Prüfungsfragen für die Einstellung von Bewerbern bei der von Chos Familie betriebenen Woongdong Schulstiftung Geld erhalten zu haben.
Die Untersuchungshaft der Frau des Ex-Ministers, Chung Kyung-shim, wurde bis 11. November verlängert. Sie wurde wegen verschiedener Vorwürfe wie Urkundenfälschung am 24. Oktober verhaftet.