Eine Gruppe von US-Senatoren hat die Trump-Regierung aufgefordert, die Verteidigungskosten mit Rücksicht auf Südkoreas Beitrag für das Bündnis fair aufzuteilen.
Das berichtete der US-Auslandssender Voice of America. Südkorea und die USA hatten letzte Woche auf Hawaii die zweite Verhandlungsrunde über die Höhe des Anteils Seouls an den Stationierungskosten der US-Truppen in Korea durchgeführt.
Jack Reed, ein Demokrat und leitendes Mitglied des Wehrausschusses im Senat, sagte dem Sender am Dienstag, die Trump-Regierung müsse erkennen, dass Südkorea ein wertvoller Verbündeter sei. Das Land habe erheblich zur gegenseitigen Verteidigung und Sicherheit, insbesondere gegen Nordkorea, beigetragen. Gemäß dieser Erkenntnis müsse eine gerechte Aufteilung erfolgen.
Der Republikaner Dan Sullivan sagte, dass Seoul den größten Teil der Kosten für den Bau von Camp Humphreys, einer neuen US-Militärbasis in Südkorea, übernommen habe. Es sei sehr wichtig, sich an das strategische Ziel einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel zu erinnern und sich unter Berücksichtigung des als langjährige Verbündete beschrittenen Wegs an den Verhandlungstisch zu setzen.
Tim Kaine äußerte Besorgnis über die Tendenz von Präsident Donald Trump, die Bündnisländer zu attackieren. Die Sicherheit der USA hänge von der Stärke von Bündnissen ab. Man sollte Verbündete nicht öffentlich angreifen, nur weil Differenzen herrschten, betonte er.