Nationales
Bürgergruppen fordern Umsetzung von Gerichtsurteilen für Entschädigung früherer Zwangsarbeiter
Write: 2019-10-30 14:03:14 / Update: 2019-10-30 16:22:41
Mehrere Bürgergruppen in Südkorea haben japanische Unternehmen aufgefordert, die Urteile des südkoreanischen Obersten Gerichtshofs für die Entschädigung früherer Zwangsarbeiter umzusetzen.
Anlass ist, dass das oberste Gericht in Südkorea heute vor einem Jahr erstmals ein solches Urteil fällte.
Eine Koalition von Opfern der Zwangsrekrutierung zur japanischen Kolonialzeit gab vor dem früheren Sitz der japanischen Botschaft eine Pressekonferenz.
Eine zu der Koalition gehörende Organisation der Hinterbliebenen von Opfern der japanischen Kolonialherrschaft bedauerte, dass die Entschädigung der während des Pazifikkriegs geopferten Vorfahren und die Rückführung der Gebeine bisher nicht geklärt seien.
Mitglieder der Gruppe forderten, dass Mitsubishi Heavy Industries und Nippon Steel die vom Obersten Gericht geforderte Entschädigung für die Hinterbliebenen von Opfern umgehend zahlen sollten. Sie verlangten auch, dass koreanische Unternehmen, die dank der von Japan gewährten Finanzmittel wachsen konnten, darunter Posco, für die Entschädigung wegen der Zwangsarbeit aktiv kooperieren. Zudem wurde verlangt, durch ein bilaterales Gipfeltreffen eine sofortige Rückführung der Gebeine ihrer im Pazifikkrieg geopferten Väter aus Japan zu verwirklichen.
Eine andere Gruppe der Koalition warf den Regierungen Südkoreas und Japans vor, kaum Bemühungen für eine Lösung der Entschädigungsfrage zu unternehmen und die Angelegenheit eher als politisches Mittel zu missbrauchen.
Vor dem früheren Sitz der japanischen Botschaft fand außerdem die regelmäßige Mittwochsdemonstration für die Lösung der Frage der Sexsklaverei der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg statt. Die Teilnehmer kritisierten die japanische Regierung von Shinzo Abe angesichts der fehlenden Entschuldigung und forderte eine aufrichtige Entschuldigung sowie eine rechtliche Entschädigung.
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