US-Präsident Donald Trump soll den Bündnispartner Südkorea als "großen Missbraucher" bezeichnet haben.
Das schreibt der frühere Redenschreiber und Kommunikationsdirektor im Verteidigungsministerium Guy Snodgrass. Er hatte mit dem früheren Verteidigungsminister James Mattis zusammengearbeitet. Am Dienstag veröffentlichte er seine Memoiren mit dem Titel "Holding the Line: Inside Trump's Pentagon with Secretary Mattis".
Darin erinnert er sich an zwei Treffen zwischen Trump und seinem Team für nationale Sicherheit im Juli 2017 und Januar 2018 im Pentagon. Dabei habe der US-Präsident mehrfach den Nutzen der Stationierung von US-Soldaten im Ausland in Frage gestellt. Auch habe er gefragt, ob die USA ihre Truppen aus Ländern wie Südkorea, Japan und Deutschland abziehen könnten.
In der Sitzung im Juli 2017 habe Trump Südkorea als "großen Missbraucher" bezeichnet. China und Südkorea würden die USA "abzocken", habe es weiter geheißen.
Bei einem Treffen im Januar 2018 habe er erklärt, wenn Südkorea 60 Milliarden Dollar im Jahr für die US-Truppen auf der koreanischen Halbinsel zahlen würde, wäre der Deal "okay".
Zuletzt hatten die USA angegeben, dass die Stationierung der Truppen jährlich fünf Milliarden Dollar koste.