Japanische Gelehrte haben ein südkoreanisches Gerichtsurteil zu Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg befürwortet.
In einer Erklärung zum ersten Jahrestag mehrerer Entscheidungen von Südkoreas Oberstem Gerichtshof unterstützte die japanische Akademische Gesellschaft die südkoreanische Position.
Das Gericht war zu der Auffassung gelangt, dass ungeachtet einer zwischenstaatlichen Lösung auch Einzelpersonen Entschädigungen verlangen dürfen.
Sie warfen der Regierung in Tokio und den japanischen Medien vor, immer wieder die falsche Behauptung zu wiederholen, dass alle Ansprüche mit dem Abkommen von 1965 über die Normalisierung der bilateralen Beziehungen abgegolten seien.
Zahlreiche Studien hätten belegt, dass viele Koreaner unter japanischer Kolonialherrschaft zwangsmobilisiert worden seien. Sie hätten unter harschen Bedingungen und strenger Aufsicht gearbeitet. Selbst ein japanisches Gericht habe den Umstand anerkannt, dass damals Zwangsarbeit geleistet worden sei, hieß es.
In der Gesellschaft sind rund 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Mitglied, die sich mit der koreanischen Geschichte oder den Beziehungen zwischen Nordkorea und Japan befassen.