Ein für Ostasien zuständiger US-Diplomat will sich für die Verlängerung des südkoreanisch-japanischen Militärabkommens GSOMIA einsetzen.
Das Allgemeine Abkommen zum Schutz von Militärinformationen (GSOMIA) läuft am 22. November aus. Südkorea hatte im August beschlossen, den Vertrag aufgrund bilateraler Streitigkeiten mit Japan nicht zu verlängern.
Der für Ostasien und den Pazifikraum zuständige Abteilungsleiter im US-Außenministerium David Stilwell habe sich auf einer Pressekonferenz an der Botschaft in Tokio für das Abkommen stark gemacht. Das meldeten die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News und andere Medien. Eine Verlängerung des Abkommens wäre zum Wohle der USA, Japans und Südkoreas, habe es demnach geheißen.
Er habe außerdem der südkoreanischen Einschätzung widersprochen, dass ein Austausch von militärischen Geheimdienstinformationen auch nach der Beendigung von GSOMIA erfolgen könne. Südkorea hatte in diesem Zusammenhang auf ein ähnliches Abkommen mit den USA und Japan von 2014 hingewiesen.
In japanischen Medien wird Stilwells Äußerung dahingehend interpretiert, dass die USA Südkorea um eine Änderung seiner Entscheidung für ein Ende des GSOMIA bitten wollten. Dies könne beim bevorstehenden Besuch Stilwells in Südkorea erfolgen, hieß es.
Der Diplomat soll am 5. November in Südkorea eintreffen. Zuvor besucht er Japan, Myanmar, Malaysia und Thailand.