Die Militärbehörden Südkoreas und Russlands setzen am Donnerstag in Seoul ihre Diskussionen über die Verletzungen der südkoreanischen Luftraumüberwachungszone (KADIZ) durch russische Militärflugzeuge und die Einrichtung einer Hortline zwischen den Luftstreitkräften fort.
Bei den Diskussionen des gemeinsamen Militärausschusses am Mittwoch hinter verschlossenen Türen protestierte die südkoreanische Delegation heftig gegen eine Reihe der Verletzungen der KADIZ durch russische Militärflugzeuge in letzter Zeit. Sie forderte, die Wiederholung ähnlicher Vorfälle zu verhindern.
Die russischen Vertreter bestritten die KADIZ-Verletzungen, die zuletzt am Dienstag erfolgten. Es habe sich um eine reguläre Flugübung gehandelt, bei der internationale Regeln eingehalten worden seien.
Beide Seiten teilten laut Informationen jedoch die Ansicht, dass Bemühungen erforderlich seien, um zufällige Zusammenstöße innerhalb der KADIZ zu verhindern. Sie diskutierten über die Einrichtung einer direkten Telefonverbindung zwischen den Luftstreitkräften beider Länder, um solche Angelegenheiten zu besprechen.
Am Dienstag waren sechs russische Militärflugzeuge, darunter zwei strategische Bomber vom Typ TU-95, vier Mal in die KADIZ eingedrungen. Das südkoreanische Militär entsandte daraufhin zehn Kampfjets.