Ein Gericht hat einen Haftbefehl gegen den jüngeren Bruder von Justizminister Cho Kuk wegen der Verwicklung von Korruptionsvorwürfen abgelehnt.
Das zentrale Bezirksgericht Seoul wies am Mittwoch den Antrag der Staatsanwaltschaft zurück.
Es bestehe im Moment keine Notwendigkeit, den Verdächtigen zu verhaften. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe, darunter Untreue im Zusammenhang mit einer von Chos Familie betriebenen Schulstiftung, seien umstritten. Zudem seien bereits genügend Beweise gesammelt worden, hieß es zur Begründung.
Chos Bruder hatte am Montag mit Verweis auf eine Rückenoperation um die Verschiebung einer Befragung zur Prüfung des Haftantrags gebeten. Die Staatsanwaltschaft erließ jedoch am Dienstag einen Befehl, um ihn vor Gericht zu bringen. Jedoch gab er die Befragung auf.
Die Staatsanwaltschaft hatte am 4. Oktober einen Haftbefehl für Cho beantragt.