Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat eine Sitzung über Nordkoreas jüngsten Test einer U-Boot-gestützten ballistischen Rakete (SLBM) abgehalten.
Die Sitzung wurde auf Wunsch der ständigen Mitglieder Großbritannien und Frankreich sowie des nichtständigen Mitglieds Deutschland am Dienstag (Ortzseit) hinter verschlossenen Türen einberufen. Im Anschluss veröffentlichten die drei und zwei weitere europäische Ratsmitglieder, Belgien und Polen, sowie das künftige Mitglied Estland eine gemeinsame Erklärung zur Verurteilung des Raketentests.
In der Erklärung steht, dass die Länder aus tiefer Besorgnis über den Raketentest am 2. Oktober um die Sitzung gebeten hätten. Sie bekräftigten ihre Verurteilung dieser provokativen Handlungen, die eindeutig gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstießen.
Die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft müssten vollständig und strikt umgesetzt werden, sagte der französische UN-Botschafter Nicolas de Riviere, der die Erklärung bekanntgab.
Nordkorea wurde zudem aufgefordert, konkrete Maßnahmen zur Abschaffung seiner Massenvernichtungswaffen und ballistischen Raketenprogramme zu treffen und sich an sinnvollen Verhandlungen mit den USA zu beteiligen.
Es konnte nicht festgestellt werden, welche Positionen die drei restlichen Vetomächte, die USA, China und Russland, bei der Sitzung mitgeteilt hatten.
Auf die Frage nach der Reaktion anderer Ratsmitglieder sagte der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen laut AP, dass es eigentlich Einstimmigkeit bei der gemeinsamen Runde gegeben habe. Man habe sehr kritisch darüber gedacht, was Nordkorea getan habe. Alle Ratsmitglieder hätten die Hoffnung geäußert, dass die in Stockholm begonnenen Verhandlungen wieder aufgenommen würden.