Generalstaatsanwalt Yoon Seok-yeol hat die Staatsanwaltschaften des Landes angewiesen, auf öffentliche Vorladungen von Verdächtigen und weiteren relevanten Personen in Ermittlungen vollständig zu verzichten.
Das teilte die Oberste Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Als Grund wurde die Forderung nach einer Verbesserung in Bezug auf öffentliche Vorladungen genannt, um die Menschenrechte der betroffenen Menschen zu gewährleisten.
Die Staatsanwaltschaft hat bisher gemäß den Presseregeln des Justizministeriums sogenannte Personen des öffentlichen Lebens öffentlich vorgeladen. Dabei handelt es sich um leitende Beamte und Abgeordnete, hohe Politiker wie Parteichefs sowie Chefs von Unternehmen mit mindestens einer Billion Won Vermögen.
Die Ankündigung der neuen Praxis erfolgte nach einer Kontroverse über die Ehefrau von Justizminister Cho Kuk, Chung Kyung-shim, die am Donnerstag zur Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft Seoul Zentral erschien. Chung trat nicht durch den Haupteingang in das Gebäude der Staatsanwaltschaft ein und konnte somit den wartenden Reportern aus dem Weg gehen.
Die Staatsanwaltschaft hatte die Position mitgeteilt, dass Chung nicht öffentlich vorgeladen werden könne, da sie keine öffentliche Person sei.